Nachruf

Claude Nobs ist tot

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Claude Nobs mit B.B. King
Claude Nobs & B.B. King © T. Torkler

Claude Nobs ist tot, der Mitbegründer des legendären Montreux Jazz Festivals verstarb am 10. Januar 2013 an den Folgen eines Skiunfalls. "Wie es deine Art war, bist du überraschend von uns gegangen, um uns daran zu erinnern, dass im Leben wie in der Musik jede Jamsession die letzte sein könnte", heißt es im Nachruf seines Teams auf der Festival-Homepage. Am Heiligabend war Claude Nobs in der Nähe von Caux-sur-Montreux zu einer Skitour aufgebrochen und dabei schwer verunglückt. Wie Schweizer Medien berichteten, fiel er bei der anschließenden Operation im Universitätskrankenhaus Lausanne ins Koma und wachte nicht mehr auf. Sein Leben endete am vergangenen Donnerstag nach 76 Jahren. Claude Nobs war in jungen Jahren in der Tourismusbranche tätig und holte 1964 die Rolling Stones in die Schweiz. Es war das erste Konzert von Jagger und Co. außerhalb Großbritanniens. Drei Jahre später gründete er mit zwei Freunden das Montreux Jazz Festival, welches sich im Laufe der Jahre zu einem der weltweit größten und renommiertesten seiner Art entwickelte. Dabei traten nicht nur namhafte Jazzkünstler/-innen wie Herbie Hancock, Miles Davis, Ella Fitzgerald und andere in Montreux auf, auch Weltstars des Rock, Blues und anderer Stile gaben sich am Genfer See die Klinke in die Hand (u.a. Led Zeppelin, Deep Purple, David Bowie, Prince, Frank Zappa und Johnny Cash).

Für Bluesfans liest sich das Line-up früherer Jahre wie ein "Who is Who" der blauen Töne: B.B. King, John Lee Hooker, Stevie Ray Vaughan, Rory Gallagher, Albert King und Etta James - um nur einige zu nennen. Manchmal stand Claude Nobs als passionierter Harpspieler sogar mit auf der Bühne (Foto), dies allerdings nur dann, wenn er zu den Künstlern wie B.B. King eine enge Freundschaft pflegte.

11.01.2013 | Dirk Föhrs


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