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Big-Easy-Grooves

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Marcia Ball
Shine Bright
(Alligator Records, 42:21)

Aufgenommen mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Begleitmusiker/innen in drei verschiedenen Tonstudios im Cajun Country von Louisiana sowie an Marcia Balls Wohnort Austin, unterstreicht bereits die Booklet-Widmung „Dedicated to Allen Toussaint, Fats Domino and Buckwheat Zydeco“, wohin die Reise auf dem neuen Album der texanischen Pianistin, Sängerin und Songschreiberin geht: in den musikalischen Schmelztiegel New Orleans sowie das sumpfige Umland der Crescent City. Dementsprechend reicht das stilistische Spektrum der überwiegend aus eigener Feder stammenden, meist mit kraftvollem Bläser-Support daherkommenden und durchweg spielfreudig dargebotenen zwölf Tracks von relaxt groovenden R&B-Nummern wie „When The Mardi Gras Is Over“ oder Ernie K-Does „I Got To Find Somebody“ über die Rock’n’Roll-Anklänge von „Too Much For Me“ und Soul-Balladen wie das Ray-Charles-Cover „What Would I Do Without You“ bis hin zum abschließenden „Take A Little Louisiana“ mit stilechtem Cajun-Akkordeon von Roddie Romero. Laut Alligator-Release-Info habe die Endsechzigerin sich dabei vorgenommen gehabt, mit diesem von dem – auch als Saxofonist an den Aufnahmesessions beteiligten – Los-Lobos-Mitglied Steve Berlin produzierten Album die „beste Marcia-Ball-Platte“ ihrer 50-jährigen Karriere als Musikerin zu machen. Ob ihr dies gelungen ist, kann an dieser Stelle in Ermangelung einer umfassenden Kenntnis ihres bis in die frühen 1970er-Jahre zurückreichenden Back-Katalogs leider nicht beurteilt werden; was allerdings definitiv gesagt werden kann, ist, dass „Shine Bright“ nicht nur für eingeschworene Liebhaber/innen von Big-Easy-Grooves eine verdammt gute Wahl sein dürfte.

Bitte rechnen Sie 2 plus 7.

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