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reviews

Chicago-Blues und Shuffle

Johnny Burgin
Live
(Delmark Records)

Johnny Burgin wurde anlässlich seiner gelungenen neuen Studioproduktion „No Border Blues“ in der zurückliegenden Ausgabe mit einem Interview ausführlicher vorgestellt. Das im August 2019 veröffentlichte Livealbum des Gitarristen und Sängers schnitt in bluesnews 101 hingegen sehr schlecht ab, was an der miesen Klangqualität des zur Rezension bereitgestellten Streams lag. Von einem ganz anderen Kaliber ist die im Frühsommer erschienene LP „Live“. Die kann mit gutem Sound, Chicago-Blues und Shuffle überzeugen, enthält aber nur acht der ursprünglich vierzehn Songs. Zu den Highlights zählen der Opener „You’re My Trinket“ sowie die beiden mit Charlie Musselwhite als Gast an der Harp eingespielten Nummern „California Blues“ und „When A Bluesman Comes To Town“. Burgin spielt durchweg gut Gitarre, ist aber leider ein nur durchschnittlicher Sänger. Weitaus mehr Klasse am Mikrofon hat da schon Rae Gordon. Dies stellte sie eindrucksvoll bei „I Got To Find Me A Woman“ und „Daddy’s Got The Personal Touch“ unter Beweis; zu beiden Songs steuert Nancy Wright ihr Saxofonspiel bei. Mitgeschnitten wurde im Januar 2019 bei einem Auftritt im Redwood Café in Cotati, Kalifornien. Den Nukleus der Band bilden neben Burgin Bassist Chris Matheos und Drummer Steve Dougherty; Kid Andersen wirkt auf sieben Titeln als Gitarrist oder Pianist mit, Aki Kumar (perc) kommt zweimal zum Einsatz. Der LP liegt ein Code zum kostenlosen Download des Albums bei.

Was ist die Summe aus 8 und 3?

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