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Mehr Raum für Blues

Thorbjørn Risager & The Black Tornado
Come On In
(Ruf Records, 42:04)

Hatten die Dänen beim Vorgängeralbum „Change My Game“ den rockigen Anteil an ihrem Stilmix stärker akzentuiert, so räumen sie auf ihrem neuen Longplayer dem Blues wieder breiteren Raum ein. Dabei stammen die Songs einmal mehr aus der Feder des Bandleaders, lediglich bei „Never Givin’ In“ ist der mittlerweile ausgestiegene Gitarrist Peter Skerning als Co-Autor vermerkt, dessen Nachfolger Joachim Svensmark hier sein Studiodebüt mit dem schwarzen Wirbelsturm gibt. Einhergehend mit der wieder deutlicheren Betonung des Blues-Anteils am „Risager-Sound“ finden sich diesmal bei gleich mehreren der insgesamt zehn Songs Passagen mit akustischer Gitarre und bei den Texten sticht „Nobody But The Moon“ hervor, mit dem sich Risager, selbst Vater zweier Söhne, erstmals eines politischen Themas angenommen hat, nämlich dem Sterben von Kindern bei der Flucht über das Mittelmeer. Wie gewohnt ist das Ganze exzellent produziert und der Sound des 24-Bit-Downloads lässt auf der Wohnzimmeranlage nichts zu wünschen übrig. Dass die acht Musiker ihr Metier aus dem Eff-Eff beherrschen, haben sieben von ihnen auf vorherigen Veröffentlichungen längst eindrücklich unter Beweis stellen können und Neuzugang Svensmark steht seinen Kollegen da ausweislich seiner Performance in nichts nach. Anspieltipps: der druckvolle R&B-Kracher „Over The Hill“ sowie die akustische Blues-Nummer „I’ll Be Gone“, mit der Risager zum Ausklang des Albums noch einmal zeigen kann, dass er zu den ganz Großen unter den weißen Bluessängern zählt.

Bitte addieren Sie 9 und 9.

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