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Stilistische Flexibilität

King Solomon Hicks
Harlem
(Provogue/Mascot, 39:27)

Er gehört ohne Zweifel neben Männern wie Marcus King oder Christone „Kingfish“ Ingram zur Speerspitze einer neuen Roots- und Bluesgeneration, die das Genre frisch und lebendig zu halten vermag. King Solomon Hicks aus New York singt mit der Seele eines jungen Robert Cray und ist als Gitarrist tief von der Jazztradition beeinflusst, die ihn daheim in Harlem von Kindesbeinen an geprägt hat. Dieser Überbau verschafft dem jungen Musiker eine große stilistische Flexibilität. Er spielt seine Halbakustik-Gitarre mit Mitte 20 schon wie ein richtig Großer, Virtuosität und Emotion stehen gleichberechtigt nebeneinander. Und er arrangiert selbst ausgenudelte Klassiker wie „Every Day I Have The Blues“ rhythmisch so spannend, dass man die Songs komplett neu zu entdecken glaubt. Paradebeispiel auf dem neuen Album „Harlem“ ist zum Ende der Scheibe Sonny Boy Williamsons „Help Me“, dem Hicks den bekannten Shuffle entzieht und ein langsames, hochdramatisches Bluesgewand überstreift. Lässiger geht er es in dem Song „What The Devil Loves“ an, einem jazzig angehauchten Titel aus der Feder des in Nashville ansässigen Song-Schmieds Fred Koller. „Harlem“ ist das Major-Debüt für Hicks. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob der enthusiastische junge Musiker sich mit seinem von B.B. King inspirierten Gitarrensound wird durchsetzen können. Das Zeug dazu hat er.

Bitte rechnen Sie 3 plus 3.

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