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Zurück zu den Blueswurzeln

Timo Gross
Down To The Delta
(Grand Cru Records)

In Zeiten von Spotify, Napster und anderen Streaming-Diensten gibt Timo Gross ein Statement pro LP ab. Mit der CD „Down In The Delta“ tauchte der Gitarrist und Sänger 2005 in der deutschen Bluesszene auf. Zuvor hatte er seine Saitenkünste unter anderem in die Dienste von Chris Norman (Smokie) oder Kathy Kelly (Kelly Family) gestellt. Um seinen Fans und sich selbst ein Geschenk zu machen, brachte er das Debüt unter eigenem Namen nun noch einmal in einer nachträglich bearbeiteten Version als limitierte LP-Auflage heraus. Damit kehrt der Bad Bergzabener, der zuletzt in deutlich rockigeren Gefilden unterwegs war, quasi zu seinen Blueswurzeln zurück. Der Titelsong hat auch heute noch Ohrwurmcharakter, einige Nummern wie „Diggin’ In The Dirt“ oder „Sugar Mama“ wurden mit Bläsern aufgenommen und zum Schluss kommt auch die akustische Gitarre zum Einsatz („Home“ und „Trouble“). Ein weiteres Highlight der Platte ist der Slow Blues „Don’t Mess Around“, zu dem Markus Lauer den voluminösen Sound seiner Hammond B3 beisteuerte. Dass zwei Songs von der CD nicht übernommen wurden, ist der maximalen LP-Spieldauer geschuldet (allerdings gibt es einen Download-Code für drei weitere Songs). Das Covermotiv der Vinylscheibe ist übrigens nicht mit dem der damaligen CD identisch. Darauf war Gross mit Sonnenbrille zu sehen, auf der LP ist es eine „richtige“ Brille. Der Zahn der Zeit nagt auch an Musikern ...

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