…seit 1995

Das Magazin für Blues
und Bluesrock

bluesnews-Magazin

Viele Blueszeitschriften wurden nach dem Jahrtausendwechsel ein- oder auf digitale Ausgaben umgestellt. Außerdem entstanden Blogs und Online-Portale, die neben Konzerthinweisen Pressemitteilungen von Plattenfirmen, Agenturen, Musiker/innen etc. publizieren. Ein Trend, der sich nicht aufhalten lässt – dem sich bluesnews aber nicht anschließen möchte. Eine unabhängige und kritische Berichterstattung wird weiterhin großgeschrieben. Heute zählt das bluesnews-Magazin zu den wenigen privatwirtschaftlichen Blueszeitschriften, die weiterhin in gedruckter Form und im Handel erhältlich sind.

Die 31-jährige bluesnews-Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben. Sie begann 1995 als kleines A5-Heftchen, drei Jahre später erfolgte die Umstellung auf das A4-Format und im Jahr 2000 startete der bundesweite Verkauf im Handel. Zu „Hoch-Zeiten“ war bluesnews auch in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien im Handel erhältlich. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums erschien 2015 in der Ausgabe 81 der nachfolgende Artikel, der die Entwicklung von bluesnews nachzeichnet. Er gewährt in Teilen auch Einblicke in das, was sich in der Bluesszene verändert hat. Teil zwei, also die Jahre 2016 bis heute, sind in Vorbereitung und werden voraussichtlich im Frühjahr 2026 hinzugefügt.

Zwei Jahrzehnte bluesnews - Ein Rückblick (1995-2015)

Ein rundes Jubiläum kann nicht jede Zeitschrift mit einer krummen Anzahl von Heften feiern. Des Rätsels Lösung ist jedoch einfach: 1998 versuchte sich bluesnews mit fünf Ausgaben pro Jahr – leider erfolglos. Es war allerdings der einzige richtige Nackenschlag, denn seit 1995 legt nicht nur die Zahl der Abonnent(inn)en Jahr für Jahr zu, auch der Inhalt wurde von anfänglich 44 bis 60 Seiten im Laufe der Zeit auf 100 erhöht.

20 Jahre bluesnews bedeuten zunächst einmal 6.448 Seiten, über 750.000 gedruckte Hefte, 516 Festival- und Konzertberichte, rund 800 Interviews/Features sowie sage und schreibe über 7.400 Rezensionen. Diese nackten Zahlen spiegeln die 240 Monate zwischen der ersten schwarz-weißen Ausgabe im A5-Format und der 128 Seiten starken Jubiläumsausgabe Nr. 81 vom April 2015) wider. Es war eine Entwicklung in kleinen Schritten und eine spannende Zeit, auch was den Blues in Deutschland und die heimische Szene betrifft. Dieser kleine Rückblick lässt nicht nur 20, sondern – aus gutem Grund – 21 Jahre Revue passieren.

Blues Guide Germany als Keimzelle

1994 war ein noch bluesnews-loses Jahr, aber das Buch „Blues Guide Germany“ wurde veröffentlicht, die Keimzelle des späteren Magazins. Uli Lemke lobte die Nützlichkeit des Werkes im Magazin JazzThing, was den Guide-Herausgeber stolz wie Hulle machte. Lemke-Seitenhiebe gab es aber auch, Boogie-Pianisten würden vielleicht swingen, aber nicht „zwingen“, monierte er. In der Tat, ein Lektor hätte dem Blues Guide Germany gutgetan.

1995: bluesnews-Start im März

„Das Ergänzungsmagazin zum Blues Guide Germany“ stand auf dem Titel der ersten und damals noch „Blues News“ geschriebenen Ausgabe vom März 1995. Uli Lemke, der in der Anfangszeit mit vielen Ratschlägen und Tipps zu einer Art Mentor wurde, hatte ein Interview mit William Clarke als Titelstory geliefert. Dazu gab es Hanno Holzheusers Kolumne „Soul Sensation“, CD-Kritiken, Ergänzungen zum Blues Guide Germany, Vorstellungen deutscher Bands und ein paar Konzerthinweise. Etwa 50 Termine waren es damals, heute sind es in manchen Ausgaben über 600. Geplant war eine halbjährliche Veröffentlichung, doch da das damalige Blues Power Magazin die Segel streichen musste, wurde mit der Nr. 2 vom September 1995 die Umstellung auf vier Hefte pro Jahr angekündigt. Darin tauchten auch erstmals Mitarbeiter im Impressum auf. Klaus Kilian ist davon als einziger ohne Unterbrechung bis heute dabei, Uli Lemke hat zwischenzeitlich pausiert und wurde unter anderem Chefredakteur der Zeitschrift BlueRhythm.

1996: Der Inhalt wurde internationaler

Dominierte 1995 noch der heimische Blues den Inhalt, so wurde bluesnews im zweiten Jahr internationaler, es gab Interviews mit Joe Louis Walker, Rick Estrin, Paul Lamb, der Blues Band, Ronnie Earl, David Evans und vielen anderen. Aus drei USA-Reisen des Herausgebers wurde eine kleine Reihe über den Blues in den Staaten (Mississippi-Delta, Memphis, Austin, New Orleans etc.). Stark eingeschränkt waren seinerzeit übrigens noch die bluesnews-Bürozeiten, „von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr“ war im Impressum zu lesen.

1997: Verkauf auch im Ausland

Es war das erste Jahr mit Veränderungen, die Zahl der Abonnenten wurde vierstellig und zu den rund 20 Plattenläden, Blues-Clubs und Versandhändlern in Deutschland kamen zwei Händler in Österreich und der Schweiz hinzu, die bluesnews verkauften. Zudem wurden die ersten Sieger der „bluesnews Awards“ gekürt, dies in einer Kritiker- und Leserwertung. In Zusammenarbeit mit dem Hamburger Label Stumble Records kam die erste CD aus der Reihe „bluesnews Collection“ in den Handel und 1997 endete mit der Nr. 10, dem ersten Heft mit farbigem Titelblatt.

1998: Umstellung auf das A4-Format

Eines der turbulentesten bluesnews-Jahre, welches kurios begann. Die Deutsche Post hatte das Porto für Pressesendungen auf 1,45 DM erhöht, konnte aber zunächst keine Briefmarken liefern, mit denen diese Frankierung möglich gewesen wäre. Nach über zwei Wochen des Wartens wurde die Nr. 11 mit Verspätung und überfrankiert verschickt. Mit der Ausgabe 12 (März/April) erschien bluesnews erstmals im A4-Format, im August zierte mit Joanna Connor zum ersten Mal eine Frau das Titelblatt und in einem leichten Anflug von Wahnsinn wurde die Erscheinungsweise von vier auf fünf Hefte pro Jahr erhöht. Außerdem fiel der Startschuss für den „Blues-News-Shop“, der erste bluesnews-Wandkalender kam heraus und in der Wittener Werkstatt wurde bluesnews mit dem Ruhrpott Blues Festival als Veranstalter aktiv. Die Ausgabe 15 (Nov./Dez.) sollte zu einem echten Highlight werden, denn mit B.B. King, Buddy Guy, Solomon Burke und dem damaligen Senkrechtstarter Kenny Wayne Shepherd gewährten uns gleich vier Bluesstars ein Interview.

1999: bluesnews startete das erste Online-Portal

Ein kleiner Schritt zurück und ein großer nach vorn: Die Erscheinungsweise wurde wieder auf vier Hefte pro Jahr reduziert, gleichzeitig ging bluesnews online und richtete damit das erste deutschsprachige Internetportal für Blues-Neuigkeiten und -Termine ein. Es gab wieder viele spannende Themen in den Heften (James Hunter, Eric Bibb, Johnny Bassett, Big Jay McNeely u. v. a.), aber auch etwas Ernüchterung. Aufgrund massiver Manipulationsversuche bei der öffentlichen Abstimmung wurden die bluesnews Awards nach zwei Jahren eingestellt und nie wieder reaktiviert.

2000: Umbenennung in "bluesnews" und Verkauf im Handel

Der Start ins neue Jahrtausend begann vielversprechend, bluesnews war beim ersten Treffen von rund zwanzig Veranstaltern, Musikjournalisten, Musikern, Agentur- und Plattenfirmen-Inhabern dabei, die mit der Gründung von „BIG“ (Blues in Germany) das Image des Blues in Deutschland verbessern wollten. Leider musste bereits in der Sommerausgabe das Ende von „BIG“ verkündet werden, da es unterschiedliche Ansichten der Akteure gab. bluesnews startete währenddessen kräftig durch und kam durch den Vertrieb „special interest“ mit der Ausgabe 23 (Oktober) bundesweit in den Handel, wodurch sich die Auflage verdreifachte. Um Verwechslungen mit anderen Medien zu vermeiden, erfolgte mit dem Oktoberheft die Umbenennung von „Blues News“ in das bis heute gültige „bluesnews“.

2001: Der Inhalt wurde bunt

Der Laden lief, mit der Nr. 26 (Juli) wurde die Anzahl der Seiten auf 84 erhöht, zuvor mussten sich die Leser/-innen mit etwa 30 Prozent weniger zufriedengeben. Außerdem hielt nach und nach Farbe Einzug ins Heft, zuvor waren nur einige Anzeigen bunt. Und zu jener Zeit wurde noch kräftig in Leserbriefen diskutiert, einige wünschten sich das A5-Format und schwarz-weiße Seiten zurück, da dies besser zum Blues passe. In der Ausgabe 27 wurde erstmals der „Nachschlag“ veröffentlicht, Vorläufer der bis heute sehr beliebten Kolumne „Neulich …“. Aber 2001 war immer noch digitales Mittelalter, T-Online drohte mit der Sperrung des Redaktionsanschlusses, da „mehr als 100 E-Mails in 24 Stunden bzw. mehr als 1.000 pro Monat verschickt“ wurden.

2002: Der Gürtel wurde enger geschnallt

Es war kein gutes Jahr für den Blues, die verheerenden Terroranschläge in den USA vom 9.11. des Vorjahres führten fast zum Stillstand. Tourneen von US-Künstlern wurden abgesagt, Veranstalter schraubten das Live-Programm zurück, Festivals pausierten. Auch bluesnews musste den Gürtel enger schnallen, zog sich nach zwei Bluesfestivals in Witten sowie einem in Unna aus dem Veranstaltungsbereich zurück und die beiden letzten Ausgaben des Jahres konnten nur mit 60 bzw. 68 Seiten erscheinen.

2003: Das „Jahr des Blues“

Es ging voller Hoffnung wieder voran, in den USA war das „Jahr des Blues“ ausgerufen worden, die Tourneen von US-Bands nahmen zu und die von Martin Scorsese präsentierte siebenteilige Dokumentation „The Blues“ kam heraus, zu der auch der Film „The Soul Of A Man“ von Wim Wenders gehörte. Der gab im bluesnews-Interview zu Protokoll: „Dieser Film wird für den Blues tun, was ,Buena Vista Social Club‘ für die kubanische Musik tat.“ Wim Wenders sollte sich leider irren.

2004: Das Jahr der namhaften Titelstorys

Die Wenders-Theorie wurde ad absurdum geführt, denn die deutsche Phonowirtschaft vermeldete den größten Umsatzrückgang aller Zeiten, binnen der letzten vier Jahre hatten sich die CD-Verkaufszahlen sogar fast halbiert. Im Sparwahnsinn verschickten einige Labels nur noch selbstgebrannte CD-ROMs zur Rezension, zum Teil sogar lediglich mit einer kleinen Auswahl der Titel. Für bluesnews war es das Jahr der namhaften Titelstorys: ZZ Top, Otis Clay, B.B. King und Buddy Guy.

2005: Zehnjähriges Jubiläumsheft

Ein frischer Wind wehte in diesem Jahr durchs Land, Ruf Records schickte den ersten Blues Caravan – natürlich präsentiert von bluesnews – auf Reisen, der sich zum Erfolgsprojekt entwickeln sollte. Ein paar Wochen später konnte bluesnews mit der 140 Seiten starken Ausgabe 41 Zehnjähriges feiern. Das Heft enthielt als Gratis-Beilage den zuvor viermal in Buchform veröffentlichten Blues Guide Germany – es sollte die letzte aktualisierte Ausgabe des Nachschlagewerks bleiben. Der runde Geburtstag war auch Anlass für das erste größere Mitarbeitertreffen im sauerländischen Altena und allein im Herbst zählte bluesnews die neue Rekordzahl von 30 deutschen Bluesfestivals.

2006: Immer wieder Ärger mit der Post

Einmal mehr sorgte die Deutsche Post für Ärger, und das nicht nur durch die ständige Erhöhung der Grundgebühr für den Zeitschriftenversand. Dieses Entgelt war in den zurückliegenden neun Jahren um fast 1 000 % gestiegen, der Service ließ aber arg zu wünschen übrig. Sämtliche Hefte für die ausländischen Abonnent(inn)en hatten es binnen 21 Tagen lediglich 90 km weit in ein Verteilzentrum der Post geschafft, von dort aus dauerte es zwei weitere Wochen, bis die Hefte endlich ankamen.

2007: Feier zur 50. Ausgabe

Das Jahr, in dem die 50. Ausgabe herauskam (Juli); fast alle Mitarbeiter waren mit Partnerin nach Altena gekommen, um bei einer Planwagenfahrt mit anschließendem Armbrustschießen zu feiern. Der Inhalt von bluesnews wurde indes komplett auf Farbdruck umgestellt und mit der Nr. 48 wurde die Rubrik „Meilensteine“ eingeführt, die nach wie vor fester Bestandteil jeder Ausgabe ist. Bei den Leserreaktionen dominierte die Diskussion darüber, ob der Blues sexy sein darf oder nicht. Aufreizend gekleidete Musikerinnen wie Ana Popovic und die Damen des Blues Caravan würden nicht zum Blues passen, meinten die einen, „endlich gibt es was für Ohr und Auge“ die anderen.

2008: Blues in Ostdeutschland

Der Blues in Ostdeutschland spielte in diesem Jahr eine stärkere Rolle, denn der war bislang in bluesnews deutlich unterrepräsentiert. Mit einer Interview-Reihe sollte Abhilfe geschaffen werden, aber einige Musiker aus den neuen Bundesländern weigerten sich standhaft, eine CD zur Vorbereitung auf das Interview herauszurücken – andere verfügten nicht einmal über Promofotos. Nach vier Heften wurde die Reißleine gezogen und die Reihe eingestellt. Außerdem lag der Abo-Auflage zum zweiten Mal eine Gratis-CD bei, die das Label Bear Family zur Verfügung gestellt hatte.

2009: Auflage stieg das 15. Jahr in Folge

Der Finanz- und Wirtschaftskrise zum Trotz legte die Zahl der Abonnent(inn)en auch im fünfzehnten Jahr in Folge zu, und das gleich um 11 %! Dies war fraglos auch darauf zurückzuführen, dass mindestens eine jährliche Gratis-CD fester Bestandteil der Abo-Auflage wurde, in diesem Jahr spendierte in-akustik eine Zusammenstellung mit aktuellen Aufnahmen. Viel debattiert wurde außerdem über die erste German Blues Challenge (GBC), bluesnews hatte auf Bitte des Veranstalters das erste Online-Voting durchgeführt, sich danach aber aus gutem Grund von dem Wettbewerb distanziert.

2010: Start der Gratis-CD „bluesnews Collection“

Zwei Jahre lang war die Anzahl der Plattenveröffentlichungen deutlich zurückgegangen, 2010 legten die Blues-Neuheiten aber wieder gehörig zu. bluesnews trug dem Rechnung und erhöhte den Inhalt um 10 %. Außerdem wurde das Layout erneuert und zum 15. Geburtstag gab es einen kleinen Rückblick in der Ausgabe 63. Völlig umgekrempelt wurde die CD-Reihe „bluesnews Collection“, denn für die bislang erschienenen vier CDs hatten die teilnehmenden Bands für jeden Song einen kleinen Obolus erhalten. 2009 waren Deutschlands Blueser/-innen nicht mehr mit Geld zu locken, also wurde der Spieß umgedreht: Für die Teilnahme an der „bluesnews Collection Vol. 5“ mussten die Künstler/-innen bezahlen und binnen weniger Wochen war das Album komplett ausgebucht. Paradox, aber den Abonnent(inn)en sollte es egal sein, die neueste „bluesnews Collection“ liegt seitdem jeder Dezemberausgabe gratis bei. Und im Oktober wurde bluesnews zum bislang einzigen Male ausgezeichnet, obwohl der Herausgeber den Preis gar nicht haben wollte. Der per Post eingetroffene German Blues Award wurde daher postwendend an den Veranstalter retourniert. Dies mit Folgen für alle Papiertiger, denn deutsche Printmedien sind seitdem von dem Preis ausgeschlossen.

2011: Große Heft-Nachfrage im Handel

Die unter Federführung von Thomas Ruf ins Leben gerufene European Blues Union veranstaltete in Berlin die erste European Blues Challenge und Debatten über Blues-Wettbewerbe waren in diesem Jahr – auch in der bluesnews-Onlineausgabe – ein großes Thema. Nach einem kritischen Artikel zur German Blues Challenge in der Ausgabe 65 (April) wehte ein eisiger Wind durch Deutschlands Bluesszene. Gregg Allman zierte das Cover dieser Ausgabe, Derek Trucks und Susan Tedeschi das der Nr. 66. Es sind bis heute die beiden am häufigsten verkauften Hefte. Ende des Jahres wurde die einst so beliebte Kolumne von Vincent Abbate, „Behind The Words“, zu Grabe getragen.

2012: Neue gestaltete Online-Ausgabe

Nach dem Bluesrock-lastigen Vorjahr gab es viel traditionellen und klassischen Blues mit Lil’ Ed und Magic Slim (jeweils Titelstory), Lucky Peterson, Robert Cray, Hans Theessink, Terry Evans und anderen, außerdem ging im Herbst nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit die komplett neu gestaltete Online-Ausgabe an den Start und der Heftinhalt wurde auf 100 Seiten erhöht. Im März gab es das dritte und bislang größte Mitarbeitertreffen, welches anlässlich der 2. European Blues Challenge in Berlin stattfand.

2013: Neue Titelblatt-Gestaltung

Die digitale Bemusterung hielt endgültig Einzug bei bluesnews, denn die Leser/-innen umfassend zu informieren, steht nun einmal bis heute im Vordergrund. Da immer mehr Veröffentlichungen als Download oder Stream eintrafen, gab es dazu auch die ersten Rezensionen. Weiteres Thema in diesem Jahr (auch in den Leserbriefen) waren sogenannte „Crossover“-Veranstaltungen, unter anderem Bluesfestivals, bei denen es nicht nur Blues gab. Natürlich wurden die von einigen kritisiert, aber die bluesnews-Leserschaft überraschte mit mehrheitlich offenen Ohren für artverwandte Stile. Außerdem fand im Herbst in Zusammenarbeit mit bluesnews die erste Delta Blues Tour in den USA statt, sie war kurz nach Ankündigung komplett ausgebucht. Mit der Ausgabe 76 vom Dezember bekam bluesnews ein moderneres Gesicht in Form eines neu gestalteten Titelblatts, nach 15 Jahren war die Zeit mehr als reif dafür.

2014: SEPA-Chaos sorgte fast für den Kollaps

Ein Jahr, in dem bluesnews kurz vor dem Kollaps stand. Die Buchhaltung hatte bereits auf das neue SEPA-Lastschriftenverfahren umgestellt, als der ursprünglich gesetzlich vorgeschriebene Termin wegen technischer Probleme nach hinten verschoben wurde. Prompt gingen die Abbuchungen bei den Abonnent(inn)en in die Hose, bei einigen wurde doppelt und dreifach eingezogen, bei anderen gar nicht. Rund 1.600 Buchungen von jeweils 21 Euro waren davon betroffen, Hunderte von (berechtigten) Reklamationen trafen aus der Leserschaft ein und das Telefon stand über Wochen nicht mehr still. Schaden: im höheren vierstelligen Bereich. Immerhin gab es 2014 eine enorme Themenvielfalt zwischen Bluesrock und traditionellem Blues mit vielen bekannten Namen wie Joe Bonamassa, Kenny Wayne Shepherd, Mark Hummel, Duke Robillard (jeweils Titelstory), ZZ Top, John Mayall, Gregg Allman, Rory Block, Eric Bibb und anderen.

2015: Auf dem Höhepunkt angekommen

Jahr für Jahr steigende Auflage und Abo-Zahlen, rückblickend war bluesnews 2015 auf dem Höhepunkt angekommen. Zum 20-jährigen Jubiläum gab es die die Ausgabe 81 mit 30 Prozent mehr Inhalt, aber keine Festivitäten. Im Mittelpunkt stand die Leserschaft, für die es 20 Pakete mit Blues-Shirts und -CDs zu gewinnen gab. Außerdem veränderten sich Haptik und Optik. Mit der Ausgabe 81 erschien bluesnews erstmals nicht mit Drahtklammern in der Heftmitte, sondern mit der sogenannten „Klebebindung“, die bis heute beibehalten wurde.


Die Jahre 2016 bis heute

Der oben nachzulesende Rückblick wurde in bluesnews Nr, 81 vom April 2015 veröffentlicht. Eine Übersicht der Jahre ab 2016 ist in Vorbereitung und wird voraussichtlich ab Frühjahr 2026 hier nachzulesen sein.




Glückwünsche

Detlev Hoegen
(CrossCut Records & Bear Family Records):
Wie war das noch, damals, vor mehr als 20 Jahren? Überall in Europa gab’s Blues-Magazine, teils seit Jahrzehnten. Und bei uns? Pressemäßig auf dem Niveau der Inneren Mongolei. Und dann kam bluesnews, klein zunächst, dann immer größer, gewaltiger. Schließlich eins der bedeutenden Fachmagazine in Europa. Federführend, stilbildend, prägend und beharrlich, stets im Interesse unseres gemeinsamen Ziels, Blues in Deutschland bekannter zu machen. Gratuliere, lieber Dirk, und vor allem: ein ganz dickes Dankeschön an Martina und Dich!

Thomas Ruf
(Ruf Records):
bluesnews hat sich beeindruckend entwickelt, von einer kleinen Bluesfan-Zeitschrift in Schwarz-Weiß zu einem der führenden, beständigsten und auflagenstärksten Bluesmagazine weltweit. Die Artikel sind hervorragend aufgearbeitet und decken inhaltlich das ganze Spektrum ohne Einschränkung ab. Großes Kompliment und gute Wünsche für viel Energie zum Weitermachen!

Alfie Falckenbach
(Blues Boulevard Records, Belgien):

Die deutschsprachigen Bluesfans sind so verwöhnt! Leider hat nicht jedes Land so ein interessantes und professionell gestaltetes Magazin. Ich vergebe hiermit gerne 5 Sterne an bluesnews. Bitte macht so weiter!

Martin Bründler
(President Lucerne Blues Festival, Schweiz):

20 Jahre bluesnews – herzliche Gratulation! 20 Jahre voller kompetenter, lauter, leiser, seelenerwärmender, herzzerreißender Artikel, Reviews, Previews, Rezensionen! Vielen Dank für eure tolle Begleitung während der letzten 20 Jahre. Keep the Blues Alive!

Bernhard Rössle
(in-akustik GmbH & Co. KG):
Ein Magazin zu initiieren, ist verhältnismäßig leicht. Schwer ist jedoch, es 20 Jahre lang am Leben zu erhalten. Doch dem, der so viel Liebe und Enthusiasmus, gepaart mit fundiertem Wissen, an den Blues legt, dem gelingt diese Herausforderung. Eure Unterstützung für den Blues in Deutschland ist wichtig und soll uns noch lange begleiten.

Toscho Todorovic
(Blues Company):
Ich erinnere mich noch gut an die „Vor-bluesnews-Zeit“. Es gab da nur ein kleines selbstkopiertes Heftchen (A5, s/w), ich glaube es hieß „GBC Info“ und wurde gemacht von Bluesenthusiasten in Frankfurt. Nun haben einige Jubiläen zu feiern: Die Blues Company wird nächstes Jahr 40 Jahre professionell unterwegs sein, wir haben seit 20 Jahren ein wunderbares vierfarbiges Magazin, es gibt Hunderte von aktiven Bluesmusikern und Bands. Der Blues ist definitiv angekommen in Deutschland ... and it’s here to stay!

Louis van der Haegen
(Präsident Blues Festival Basel, Schweiz):

Blues wischt den Staub von der Seele und gibt positive Kraft. Deshalb freue ich mich immer wieder auf jede neue Nummer des feinen bluesnews-Magazins. Viel Glück für die nächsten 20 Jahre!

Gert Lange
(Hamburg Blues Band):

Es könnte ’96 auf den Leverkusener Jazztagen gewesen sein, als ich das erste Mal eine bluesnews in Händen hielt. Seitdem hat uns das Magazin als dauertourende Band ständig begleitet. 20 Jahre on the market & das auf sehr hohem Niveau, bluenews (& beyond) – so unterhaltsam & leidenschaftlich wie die Musik, die wir lieben. Congratulations!

Thorsten Ilg
(Jazzhaus Records):

bluesnews – qualitativ hochwertiger und informativer Musikjournalismus aus der Blueswelt. Glückwunsch zum verdienten Jubiläum!

Wolfgang Braun
(Muddy’s Club, Weinheim):
Der Muddy’s Club gratuliert bluesnews zum Jubiläum, danke für die tolle Zusammenarbeit! Und wie sagte Larry Garner bei uns im Club? „Danke, dass Sie den Blues unterstützen!“

Wolfgang Becker
(Schwarzbrenner):

Ein doppeltes „Chapeau! bluesnews“ zum Jubiläum: für die fantastische Entwicklung von einem kleinen Schwarz-Weiß-Heft zu einem farbigen, prall mit Infos gefüllten und unverzichtbaren Top-Magazin für die deutsche Bluesszene – und dafür, sowohl die Seele des Blues zu bewahren als auch immer wieder über den Tellerrand hinaus nach Neuem im Bluesland zu schauen. Großartig, weiter so!